Wir sind todkranke Junkies

Wir alle sind schwer suchtkrank. Wir spritzen uns nicht nur gelegentlich Gift, sondern haben uns gleich eine Braunüle in die Vene gesteckt, und einen großen Tropf drangehängt. Das ist wesentlich angenehmer, es macht eben weniger Arbeit.

Am Anfang hatten wir den Regler auf ein paar Tröpfchen eingestellt. Wir fühlten uns stark, äußerst attraktiv und unbesiegbar. So wie sich echte Siegertypen eben fühlen.

Nach ein paar Jahren haben wir den Regler auf vollen Durchlass gestellt. Wir geben uns den vollen Strahl, mitten in unseren Blutkreislauf.  Wie es eben bei Süchtigen so ist: am Anfang reicht eine kleine Dosis, dann gewöhnt man sich daran, und dann spritzt man sich mit immer mehr Gift zu Tode. Weil man nicht mehr anders kann. Aufhören? – Das ist zu brutal, die Entzugserscheinungen würden uns wahnsinnig machen und wir würden den Freitod wählen, um dem großen Schmerz zu entgehen.

Also machen wir weiter. Wir erhöhen die Dosis, Tag für Tag, und hoffen, dass wir wenigstens glücklich sterben: zugedröhnt mit Vollgas an die Betonwand. Kurz und schmerzlos.

Es gibt folgende Möglichkeiten, wenn wir unsere Sucht diagnostiziert haben:

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Wir haben den Bogen überspannt

Konjunktive in einem Text zu verwenden, ist eigentlich eine unschöne Angelegenheit. Denn die Dinge sind so wie sie sind, und nachher ist man immer schlauer. Aber für historische Vergleiche sind sie manchmal angebracht.

Manchmal erscheint es mir, es wäre besser gewesen, der Mensch wäre technologisch (nicht kulturell!) in den 1950er Jahren stehen geblieben.  Es war selbstverständlich nicht alles gut, und die gute alte Zeit wie aus Schwarzweißfilmen gab es nie. Es hätte aber eine werden können, wenn die Ressourcen mit Überlegung und Maß genutzt worden wären. Zu dieser Zeit hatten wir eigentlich eine krisensichere Technik im Einsatz: robuste Maschinen, die zwar nicht besonders präzise im Vergleich zu heute waren, aber ihren Zweck erfüllten – sie erleichterten nämlich das Leben, anstatt es zu verkomplizieren.

 

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Zurück ins Olduvai-Tal

Je mehr ich für diesen Blog recherchiere, desto mehr beschleicht mich das unheimliche Gefühl, dass die Jahre 2025-2030 tatsächlich ein dramatischer Wendepunkt werden könnten. Normalerweise nenne ich nie Daten und habe das auch nie gemacht. 2012 als Endzeittermin hielt ich immer für eine Farce, und reine Geldschneiderei. Ich behaupte jetzt auch nicht, dass alles so kommen muss. Aber es könnte so kommen, insbesondere als Bündel mit mehreren Ereignissen.

Es gibt keine Beweise, dass es so kommen wird. Aber eine Menge Indizien. Wäre dies ein Gerichtsprozess, würde der Delinquent schon im Winde baumeln.

Große Verwerfungen für diese Gesellschaft wurden oft vorhergesagt:

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Das grosse Bild wird nicht erkannt

Die Verbreitung neuer, revolutionärer Erkenntnisse hatte in früheren Zeiten nicht selten den Tod bedeutet: die Ketzer, die die Worte des Klerus anzweifelten, landeten auf dem Scheiterhaufen, die die Jünger Christi eigenhändig in Brand steckten. Giordano Bruno wurde verbrannt, weil er unglaubliche wissenschaftliche Entdeckungen gemacht hat, die seiner Zeit weit voraus waren. Menschen die sich dafür einsetzten, dass auch Dunkelhäutige neben Hellhäutigen in der Bahn fahren dürfen, wurden geschlagen, misshandelt und verachtet. Menschen, die die Sklaverei ablehnten und öffentlich kritisierten erging es nicht anders. Sich offen gegen eine Mehrheitsmeinung zu stellen, Misstände anzuprangern, erfordert eben Mut.

Auch in unserem – angeblich aufgeklärten – Zeitalter sehen wir ein sich wiederholendes Muster, welches sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte zieht. Heute wird man nicht mehr gefoltert, sondern einfach ignoriert, wenn man eine unpopuläre Sache anspricht, oder vor einer kommenden Entwicklung warnt.

 

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Planbarkeit ist Stabilität

Die Stabilität einer Gesellschaft hängt von der Planbarkeit der Ereignisse ab.

Es ist vergleichbar mit dem Stromnetz, welches mit geringsten Abweichungen auf 50 Hertz Netzfrequenz eingeregelt werden muss. Wird kurzfristig mehr Strom dem Netz entnommen, muss mehr Strom eingespeist werden. Wird weniger Strom durch die Verbraucher entnommen, muss man die Einspeisung drosseln. Dies funktioniert, weil gewisse Ereignisse recht genau planbar sind: beim Endspiel der WM wird ziemlich genau 30-60 Sekunden nach Ende der 1. Halbzeit die Stromentnahme steigen: man geht auf’s Klo (macht Licht an), die Kühlschränke werden geöffnet und nochmal eine Pizza in den Elektroofen geschoben. All das wissen die Netzbetreiber. Es ist geplant, vorausberechenbar und deshalb handhabbar.

Diese Planbarkeit sorgt für Stabilität und wenig Unterbrechungen im herkömmlichen Ablauf.

Systeme scheitern am Eintreten ungeplanter Ereignisse, und besonders dann, wenn mehrere davon als Komplex – also zusammen – auftreten. Dann kollabieren Systeme in windeseile.

 

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Der Optimismus und seine Gefahren

Wir in Deutschland – oder in Mitteleuropa – sind wirklich verwöhnt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geht es uns gut: bescheidener Wohlstand, keine Kriege, keine klimatischen Großereignisse (bis auf gelegentliche Sturmfluten an der Küste), keine Großkatastrophen. Das Wasser wird immer sauberer (das wird jetzt in Indien und China verschmutzt), alles geht seinen geordneten Gang.

Die Renten sind sicher.

Es ist eine trügerische Sicherheit. Vor allem kennen wir diese Sicherheit meistens seit unserer Geburt. Wir wuchsen weitgehend behütet in einem Schlaraffenland auf. Wir alle hatten wahrscheinlich auch als Kinder schon Schuhe, etwas anzuziehen und eine Menge Spielzeug. Wirklichen Hunger kennt niemand mehr. Die meisten Menschen wissen dies nicht zu schätzen, und nehmen das als völlig selbstverständlich hin.

Von unserer Warte aus betrachtet, sieht das Leben sicher aus: planbar, abgesichert, in Watte gepackt, und Abiturienten freuen sich schon auf das nette Rentnerdasein mit Wohnmobil und Stadtrandhaus – nachdem sie ihre Beamtenlaufbahn absolviert haben.

Es ist trügerisch, wenn man davon ausgeht, dass dieses System mit seiner Rundumversorgung auf alle Zeiten hin stabil gegründet wäre.

Denn das ist ein Irrtum.

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Die zehn Hauptmerkmale von Religionen

Der Mensch setzt durch Verbrennung fossiler Energieträger wie Gas, Kohle und Öl Kohlendioxid frei. Dieses Kohlendioxid ist ein Treibhausgas, und die Luft, das Land und das Wasser wird sich stark erwärmen. Wenn wir diese Erwärmung nicht stoppen, ertrinken ganz viele Leute auf der anderen Seite der Erdkugel. Und außerdem haben wir dann im Jahr 2100 eine Wüste in Deutschland, und deine Enkel kennen keinen Schnee mehr. Und daran bist – allein du schuld, weil du nichts dagegen tust!!

Diese Behauptung hat sich in den letzten 40 Jahren oder so verselbständigt. Die andauernde Wiederholung dieser Behauptungen in allen Medien führte dazu, dass auch der ungebildetste Mensch dies glaubt. Obwohl viele davon wahrscheinlich nicht mal die chemische Formel für Kohlendioxid auf ein Blatt Papier malen können. Geschweige denn diese Behauptung in wissenschaftlicher Literatur zu überprüfen versuchen. Wer hat schon die Zeit dafür, nicht wahr: ‚Fernsehgucken‘, Kinder behüten und bei Zalando einkaufen ist ja stets wichtiger.

Also übernimmt man ungeprüft die Behauptungen aus den Schlagzeilen – und eines Tages nimmt man das einfach als Wahrheit an.

Als Wahrheit.
Sie glauben an die Wahrheit dieser Aussage.

Und hiermit betreten wir den Bereich der Religionen, und verlassen das Feld der Wissenschaft.
Stark religiöse Menschen sind leider wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht besonders aufgeschlossen. Es sei denn, sie passen in das Weltbild und bestätigen es in irgendeiner Weise. Aber meistens tätigt die Religion Aussagen, die ohnehin nie wissenschaftlich validiert oder entkräftet werden können.

Viele Menschen glauben an Gott, seinen Sohn und den heiligen Geist, obwohl es keinen Beweis dafür gibt, und niemand von uns die drei je zu Gesicht bekommen hat. Dies trifft auf alle Gottesvorstellungen zu, egal in welchem Kulturkreis wir zugegen sind.

Die Aussage es gäbe einen (oder mehrere) Götter, ist also wissenschaftlich weder beweisbar, noch widerlegbar. Wir wandeln auf mystischen Pfaden – man glaubt nur noch, und weiß nicht mehr.

Untersuchen wir doch einmal die zehn Hauptmerkmale von Religionen:

 

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Der Kulminationspunkt ist bald erreicht

Wenn wir einen geschichtlichen Blick auf gefallene Zivilisationen und Weltmächte werfen, dann muss uns klar sein, dass es niemals nur eine Ursache für den Zusammenbruch gab. Immer gab es ein Bündel an Vorbedingungen, die sich ansammelten und zuspitzen, bis es dann zum schnellen Zerfall kam.

Es ist immer so lustig, dass in Foren heiß diskutiert wird, was denn nun der Auslöser sein wird. Neben dem Fakt, dass es letztlich das Klima ist, welches alles als Initialwirkung zu Fall bringen wird (weil es immer so war), ist es sinnlos zu sagen: »Es ist das ETP-Modell der Hills-Group bezüglich dem Öl!« – Der andere wieder: »Quatsch nich‘, es wird ’ne Seuche sein!« und dann kommt einer um die Ecke und sagt: »Das ist nicht die Gefahr, Leute! Die Finanzkrise ist unbeherrschbar, ihr Unwissenden! Kauft Gold!«. Alles ist mit allem verbunden und es war immer die multiple Ansammlung von Problemen, die zum Sturz geführt hat. Um auf das große Bild zu sehen, muss man Abstand gewinnen und einige Schritte zurückgehen um seinen Blickwinkel zu vergrößern.

Alle diese Dinge sind eng verzahnt miteinander, eine saubere Trennung ist nicht wirklich möglich. Über das Finanzsystem ist alles miteinander verwebt. Ölförderung ist global, Seuchen werden global. Die heutige Supermacht agiert global, und global wird dieses System scheitern. Es wartet nur noch auf die Initialzündung.

Und je komplexer eine Gesellschaft organisiert wurde, desto schneller erfolgte der Niedergang, wenn unerwartete Störungen auftraten.

Hier nun – als kleine Gedankenstütze – ein paar »kleine« Probleme, die uns betreffen könnten. Die Liste ist lückenhaft, aber depressiv genug für heute morgen.

»Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge.« (1. Petrus 4:7)

 

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Die weltweiten Nahrungsmittelreserven reichen 74 Tage

Ginge ein Mensch des 19. Jahrhunderts heute durch einen Supermarkt, so würden ihm die Augen übergehen. Schlaraffia wurde wahr: alles kann man für wenig Geld kaufen. Brot, Gebäck aus Holland, Käse aus Frankreich, Salami aus Spanien, Rindfleisch aus Brasilien, Erdnüsse aus China, exotisches Obst und Gemüse aus der ganzen Welt.

Für ein Laib Brot müssen wir wahrscheinlich nicht einmal eine Minute arbeiten. Früher war dies mühseliger: Feldpflege, Aussaat, Ernte mit der Sense, Drusch von Hand, mühseliges Mahlen, einmal in der Woche im Backhaus die Brote backen. Ja, wir haben es weit gebracht. Alles fliegt uns zu, wir müssen nur ein paar Pfandflaschen am Wegesrand auflesen, und dann können wir uns 4000 kcal in den Magen stopfen. Das reicht für 2 Tage. Oh, was für ein Wunderland, in dem wir doch leben!

Doch der Aufwand im Hintergrund ist erheblich, und nur die erdölbetriebenen Sklaven, eine extreme Arbeitsteilung, fachliches Wissen und ein klimatisches Optimum ermöglichen uns eine kurze Phase dieser Sorglosigkeit. Wir fühlen uns sicher in diesem System.

Zu sicher?

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