Zwei Buchtipps für graue Tage: »Tambora« und der »plötzliche Kollaps von allem«

Leider komme ich aus Zeitmangel wenig zu eigenen neuen Beiträgen.

Daher nur zwei kurze Lesetipps für die langen Winterabende.

 

Der plötzliche Kollaps von fast allem 

Wie extreme Ereignisse unsere Zukunft zerstören können

Dieses Buch von John Casti aus dem Jahre 2012 ist für all jene, die immer noch blauäugig und technikgläubig durch den Alltag marschieren. Casti zeigt, welche extremen Ereignisse – die jederzeit plötzlich und unerwartet eintreffen können – unser globales Überleben gefährden. Die fortschreitende Vernetzung aller Lebensbereiche wird daher zum größten Systemkollaps aller Zeiten führen. Themen u.a.:

X-Events, Schwarze Schwäne, Ausfall des Internets, Zusammenbruch der Lebensmittelversorgung, EM-Impuls und Zerstörung der elektronischen Geräte, nukleare Gefahren, Ende des Öls, Pandemien, Ausfall von Trinkwasserversorgung, Weltfinanzkrisen.

Meiner Meinung nach werden wir all diese Szenarien sehen – der Auslöser wird allerdings eine neue Kaltzeit bzw. eine Klimaverschlechterung sein, die alle diese angesprochenen Szenarien verursacht die sich dann lawinenartig auf globaler Ebene zu einem vollständigen Systemkollaps entwickeln wird.

Ein solcher externer Auslöser war z.B. im Jahr 1815 der Ausbruch des Vulkans Tambora im Dalton-Minimum:

 

Tambora und das Jahr ohne Sommer

Wie ein Vulkan die Welt in die Krise stürzte

Den Autor Wolfgang Behringer kennen wir schon von seinem sehr interessanten Buch »Kulturgeschichte des Klimas«.  In seinem Buch über den Ausbruch des Tambora zeigt er die Auswirkungen einer globalen klimatischen Abkühlung mit einem reichhaltigen Quellenstudium. Die Augenzeugenberichte und Chroniken lesen sich dramatisch und erschreckend aktuell. Der Ausbruch des Tambora stürzte die Welt in eine klimatische Krise, die jahrzehntelange soziale und politische Krisen hervorrief. Mißernten, extreme Regenfälle, Unwetterereignisse, lange kalte Winter, Dürreperioden, dadurch ausgelöste Hungersnöte, Verarmung der normalen Bevölkerung – all das sind nur einige Auswirkungen des Vulkanausbruchs.
Dieses Buch sollte jeder lesen, der sich für die Auswirkungen des kommenden solaren Minimums interessiert.

Ein Vulkanausbruch vergleichbar mit dem Tambora-Ereignis kann sich jederzeit wiederholen. Diesmal wird der sozio-ökonomische Kollaps jedoch mit ungleich schnellerer Geschwindigkeit vollendet werden. Anno 1815/1816 war man auf Gedeih und Verderb der klimatischen Verschlechterung ausgesetzt. Heute hätten wir weit mehr Energie und Wissen zur Verfügung als damals. Aber das Verhältnis der Auswirkungen dürfte sich nicht besonders unterscheiden. Immerhin leben wir heute in einer Zeit, in der 7,5 Milliarden Menschen von einem System globaler Energieversorgung, Lebensmittelerzeugung, moderner Medizin, Kommunikation, Handel und Reisen abhängig geworden sind.

Solche externen Krisenauslöser bergen die Gefahr, dass sie das System auf globaler Ebene beeinflussen – und nicht nur lokal wie z.B. bei einzelnen Missernten oder Staatsbankrotte. Lokale Ereignisse sind immer handhabbar – wenn jedoch jedes Land mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, birgt ein solches Szenario die Gefahr eines Totalkollapses.

 

 


 

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Der große Frost

In diesem Blog sollte es ursprünglich nur darum gehen die möglichen Auswirkungen solarer Minimumphasen zu beschreiben. Angefangen hatte ich im August 2017 mit einer 4seitigen PDF-Datei. Je mehr Informationen ich allerdings darüber sammle, desto klarer wird das Bild.

Nicht nur der 200-jährige, große Sonnenaktivitätszyklus und seine klimatischen Veränderungen – seine Wetterkapriolen, die hohe Gefahr tektonischer Aktivititäszunahme verbunden mit verstärktem Vulkanismus –  sollte uns interessieren. Es besteht auch die reale Möglichkeit, dass dies alles hier der Beginn des Endes der jetzigen interglazialen Phase (der Warmphase) darstellt. Das heißt: wir könnten nicht nur einer Phase einer sich abschwächenden Sonne entgegen gehen, sondern es könnte der Auftakt zu einer neuen großen Eiszeit sein.

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Die Rückkehr der großen Dürren

Leser dieses Blogs dürften mittlerweile mitbekommen haben, dass mit der kommenden Klimaabkühlung erhebliche Verwerfungen auf dem globalen Nahrungsmittelmarkt stattfinden werden.

In den letzten hundert Jahren hatten wir alle das Glück, in einem feucht-warmen Klima unser Getreide anbauen zu können. Dank der Petrochemie konnten wir diese Erträge im Vergleich zu früher vervielfachen und vor Schädlingen schützen. Lokale Hungersnöte gab es nur aus politischen, wirtschaftlichen oder logistischen Gründen. Die globale Nahrungsmittelmenge war immer groß genug, dass alle hätten satt werden können. Diese Hungersnöte sind daher vergleichsweise mild verlaufen, im Vergleich zu dem, was uns noch bevorsteht. Wenn wir in den letzten Jahrzehnten mit Millionen von Hungertoten rechnen mussten, werden es eines Tages einige Milliarden sein, die nicht genug zu essen haben werden. Weil zu den logistischen und politischen Verteilungsproblemen noch ein Faktor hinzutreten wird, der bisher nicht auf der Liste stand: die globale Verknappung von Grundnahrungsmitteln aufgrund der klimatischen Abkühlung – verbunden mit langen Trockenzeiten. Es wird einfach nicht genug für alle geben. Wir werden die Rückkehr der globalen Dürren sehen und spüren.

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Der Katastrophenwinter 1978/79

Passend zu „unserem“ Thema möchte ich hier auf den Katastrophenwinter von 1978/79 verweisen.

Falls wir solch eine Wetterlage (oder schlimmer) bekommen, so stellt euch bitte auf Versorgungsengpässe und Stromausfälle ein. Vor 40 Jahren war die Gesellschaft noch weit krisensicherer aufgestellt: die Bevölkerung hatte noch Erfahrungen damit. Ich möchte bezweifeln, dass die Bundeswehr, die NVA oder das THW heute noch über die nötige Praxis im Umgang mit Katastrophenlagen bezüglich Eis und Schnee hat.

Zudem ist heute die Energieversorgung wesentlich wackliger, was ein solches Extremwetter anbelangt. Wir hatten hier schon darauf verwiesen.

Die kommenden extrem kalten und schneereichen Winter werden uns den Weg in die kommende Eiszeit weisen.

Macht diese Vorbereitungen auf einen Extremwinter JETZT, und zwar heute, falls ihr sie nicht schon gemacht habt.

Dokumentation Extremwinter 1978/79:

Schneekatastrophe 1978/79

 

 

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Klima macht Geschichte

Das ZDF hat in der Reihe Terra X eine zweiteilige Dokumentation mit dem Titel »Klima macht Geschichte«. Seht euch das mal mit dem Hintergrund auf das kommende große solare Minimum an. Die politisierenden Aussagen in der letzten Minute von Teil 2 kann man natürlich wieder komplett in die Tonne treten: typisches »global warming«-Gefasel eben, wie man es von den ÖR kennt.

(Eigentlich seltsam: wird in der Doku doch explizit immer wieder auf den natürlichen Kreislauf des Klimas hingewiesen, und oft betont, dass es gerade die klimatischen Warmphasen waren, die besonders positiv waren… fragt man sich immer, wer solche Skripte für die Sendungen eigentlich anfertigt.)

Aber die Doku ist trotzdem sehr anschaulich und sehenswert:

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/klima-macht-geschichte-vom-neandertaler-bis-zum-alten-rom-100.html

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/klima-macht-geschichte-2-108.html

 

1963, als Rhein und Bodensee zufroren (Sonnenzyklus 19)

Dass die Sonne einem 11-jährigen Aktivitätszyklus unterliegt, ist kein Geheimnis. Gerne wird allerdings bestritten – insbesondere von Anhängern der Klimaerwärmungstheorie durch menschengemachtes Kohlendioxid –  dass die Aktivität der Sonne einen besonderen Einfluss auf unser Klima hätte. Das ist falsch. Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen den Minimumphasen der Sonne und einem kälteren Klima, zumindest was Nord- und Mitteleuropa anbelangt.

Der nun uns bevorstehende Sonnenzyklus 25 ist einer der schwächsten seit 200 Jahren. Die Sonnenzyklen 26 und 27 sollen nach Prognosen noch schwächer Ausfallen.

Eine Studie von Frank Sirocko zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen den Sonnenzyklen und dem zugefrorenen Rhein:

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Historische Wetterextremsituationen Maunderminimum

Auch im Maunderminimum gab es zahlreiche historische Wetterextremsituationen. Wir sehen darin das gleiche Muster wie in den anderen Minimumzeiten: extrem harte Winter, dann wieder sehr milde Winter dazwischen. Unwetterartige Niederschlagsmengen, die zu Hochwasser führen. Herbst- und Winterstürme. Kurzum: das Wetter spielt scheinbar völlig verrückt. Das ist das gleiche, was wir jetzt in den kommenden Jahren selbst beobachten werden.

Und wir sehen eines: Solche Wetterextreme gab es auch völlig ohne menschengemachtes Kohlendioxid. Unser Schicksal hängt von der »Gnade« unserer Sonne ab – nicht mehr, und nicht weniger. Je eher ihr euch das bewusst macht, desto besser…

Bitte studiert die Liste. Es ist das, was auf uns bald zukommen könnte, in welcher Form auch immer!

Hier die unvollständige Liste aus dem Maunderminimum:

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New-Madrid-Erdbeben von 1811

Uns Europäern ist wahrscheinlich die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien eher bekannt, als die New-Madrid-Erbebenzone.

Am 16. Dezember 1811, dem 23. Januar 1812 und dem 7. Februar 1812 ereigneten sich drei Erdbeben mit der Magnitude 7 in der Nähe der Stadt New Madrid. Interessant ist das deshalb für diesen Blog, weil dieses Erdbeben offensichtlich periodisch in den solaren Minimumzeiten auftritt:

  • das letzte schwere Erdbeben 1811 fiel direkt in das Daltonminimum
  • am 25.12.1699 bebte die Erde ebenfalls (Maunderminimum).
  • ein grosses Beben fand um das Jahr 1450  statt (Spörerminimum)

Forscher rechnen damit, dass in dieser Erdbebenzone bis 2050 ein Erdbeben mit der Magnitude 8 stattfinden wird. Und damit werden sie wahrscheinlich recht behalten, weil wir ebenfalls in Kürze in ein neues großes solares Minimum eintreten.

Das Beben von 1811 richtete schwere Verwüstungen an, insbesondere die Änderung des Mississippi-Laufes wird heute als größte Gefahr angesehen.

Ein Augenzeugenbericht von 1811 beschreibt die Geschehnisse folgendermaßen:

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Historische Wetterextremsituationen Spörerminimum

Auch im Spörerminimum (~1420-1570) gab es zahlreiche Wetteranomalien, insbesondere Hochwasserereignisse. Wir sehen in jedem Minimum: Sturm – viel Niederschlag – Unwetter – große Kälte – darauf folgen Hunger – Seuchen – Kollaps – Kriege – politische Konsequenzen.

Die Wetterereignisse im Wolf-Minimum hatten wir schon angesprochen.

Solche Wetterextreme werden beim Eintritt ins Eddy-Minimum zunehmen. Und nicht – nochmals und immer wieder betone ich es – durch die Klimaerwärmung, sondern das solare Minimum. Die Klimaabkühlung ist das, vor dem wir stehen und uns die Knie schlottern sollten. 

Hier nun die unvollständige aber nicht minder interessante Liste:

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Übersicht Vulkanausbrüche in Minimumphasen

In allen solaren Minimumphasen kam es nicht nur zu einer sonnenbedingten Klimaabkühlung. Alle diese Phasen gingen auch einher mit erhöhter vulkanischer Aktivität. Dies hat offensichtlich einen direkten Zusammenhang, genauso wie die erhöhte Erdbebengefahr. Die Mechanismen für diesen Effekt sind noch nicht genau erforscht, es gibt auch Stimmen, die diese Verbindung nicht sehen. Momentan liegen vermutlich zu wenige Daten vor, um das zu verifizieren. Allerdings fallen einige sehr große Vulkaneruptionen in die solaren Minimumzeiten, was allerdings auch daran liegen könnte, dass diese Minimumzeiten deshalb so stark ausfielen, weil es starke Vulkanausbrüche gab (und nicht umgekehrt).

Allerdings sollte auch beachtet werden, dass einige große Vulkane einer periodischen Aktivität unterliegen, was die Ausbrüche anbelangt. Vielleicht fallen hier einige Faktoren einfach zusammen.

Die Minimumzeiten liegen ca. 206 Jahre auseinander, wobei der Beginn und Ende einer solchen Zeit nicht exakt angegeben werden können. John L. Casey berechnete den Zyklus der großen Minima auf ca. 206 Jahre. Dies deckt sich mit den Erfahrungswerten, und demnach steht uns um die Jahre 2025-2030 wieder ein größeres Minimum bevor. Wir sind daher beim Eintritt in das neue solare Minimum, auch heute schon!

 

Hier nun eine Liste der Vulkanausbrüche in den Minimumzeiten.

Die wichtigsten Daten werden nur stichwortartig aufgezählt. Am besten lest ihr die Wikipedia-Artikel einfach durch, und denkt euch aus, was solche Eruptionen mit unserer globalen, vernetzten und von High-Tech abhängigen Welt anrichten könnten. Die direkten Folgen der Ausbrüche verschärfen sich aufgrund der dichten Besiedelung – im Vergleich zu früheren Jahrhunderten – zusätzlich.

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