Die Rückkehr der großen Dürren

Leser dieses Blogs dürften mittlerweile mitbekommen haben, dass mit der kommenden Klimaabkühlung erhebliche Verwerfungen auf dem globalen Nahrungsmittelmarkt stattfinden werden.

In den letzten hundert Jahren hatten wir alle das Glück, in einem feucht-warmen Klima unser Getreide anbauen zu können. Dank der Petrochemie konnten wir diese Erträge im Vergleich zu früher vervielfachen und vor Schädlingen schützen. Lokale Hungersnöte gab es nur aus politischen, wirtschaftlichen oder logistischen Gründen. Die globale Nahrungsmittelmenge war immer groß genug, dass alle hätten satt werden können. Diese Hungersnöte sind daher vergleichsweise mild verlaufen, im Vergleich zu dem, was uns noch bevorsteht. Wenn wir in den letzten Jahrzehnten mit Millionen von Hungertoten rechnen mussten, werden es eines Tages einige Milliarden sein, die nicht genug zu essen haben werden. Weil zu den logistischen und politischen Verteilungsproblemen noch ein Faktor hinzutreten wird, der bisher nicht auf der Liste stand: die globale Verknappung von Grundnahrungsmitteln aufgrund der klimatischen Abkühlung – verbunden mit langen Trockenzeiten. Es wird einfach nicht genug für alle geben. Wir werden die Rückkehr der globalen Dürren sehen und spüren.

 

Ein tödlicher Faktor für die globale Nahrungsmittelversorgung von rund 8 Milliarden Menschen sind lange Dürreperioden. Während es in den letzten einhundert Jahren meist nur lokal trockene Jahre mit Missernten auftraten, wird uns die kommende Klimaabkühlung global ein kühles und trockenes Klima bringen. Insbesondere in den Kornkammern dieses Planeten. Alle Anbaugebiete ab dem 30. nördlichen Breitengrad und dem 20. südlichen Breitengrad werden mit erheblichen Ernteausfällen konfrontiert werden.

Wir sprechen hier von einem Zeitrahmen der nächsten 10-35 Jahre:

 

 

 

Der asiatische Raum könnte mit einem blauen Auge davonkommen, wird aber der Welt nicht helfen können. 1 Milliarden Inder und 1 Milliarde Chinesen werden selbst genügend Nahrungsmittel benötigen. Interessant ist in diesem Zusammenhang das große Engagement der Chinesen in Afrika. Nicht nur die Bodenschätze sind dort von Interesse – natürlich auch eine Menge bestes Farm- und Ackerland in einer klimatisch gesegneten Zone. Wenn man Verschwörungstheorien anhängen würde, könnte man glatt behaupten, die chinesische Staatsführung weiß 100%ig was auf die Welt zukommt, und handelt dementsprechend vorausschauend. Vielleicht liegt das auch darin begründet, dass China immer wieder von historischen Hungersnöten heimgesucht wurde. Solche einschneidenden Ereignisse schärfen die Sinne und führen im allgemeinen zu einer besseren Einschätzung von möglichen Gefahren.

https://deutsch.rt.com/newsticker/59573-china-entwickelt-sorte-salzwasserresistenten-reises/

https://www.welt.de/wirtschaft/article108336350/Chinesische-Investoren-kaufen-halb-Afrika-auf.html

Historisch kämpfte auch China häufig mit Dürreperioden, aller Wahrscheinlichkeit nach wird sich dies im Zuge der kommenden Klimaabkühlung wiederholen:

http://de.euronews.com/2015/11/30/klimawandel-duerre-in-china

http://de.wikipedia.org/wiki/Hungersnöte_in_China

 

Die USA werden ein staubiges Problem im mittleren Westen bekommen – eine neue Dust Bowl. Wie damals in den 1930er Jahren wird es auch diesmal mit einer großen wirtschaftlichen Depression einhergehen. Es ist fast schon unheimlich, wie sich die Geschichte immer wieder in Zyklen bewegt und ähnelt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dust_Bowl

https://www.earthmagazine.org/article/return-dust-bowl

http://www.npr.org/2013/09/10/220725737/dust-bowl-worries-swirl-up-as-shelterbelt-buckles

Getreidelieferungen aus den USA kann man also in solchen Zeiten vergessen. Die wird es nicht mehr geben.

 

Europa wird unter Kältewellen und Trockenheit leiden. Dies ist heute schon absehbar, und der Grund ist NICHT die Klimaerwärmung. Sondern die Klimaabkühlung. Regen fällt nur noch stoßweise und füllt die Grundwasserspeicher nicht mehr auf. Lange Kälteperioden im Winter mit starkem Frost werden ebenfalls für Wassermangel sorgen. Wir haben es hier mit den klassischen Auswirkungen der großen solaren Minimumzeiten zu tun, wie sie auch in vergangen Jahrhunderten berichtet wurden.

Die Missernten in Skandinavien sind heute schon erkennbar:

Schweden mit schlechter Getreideernte

Klimaerwärmung? – Im Mittelalter bauten rund 450 Bauernhöfe in Grönland (!) einige hundert Jahre lang Getreide an. Und im Jahre 2017 verreckt die Getreideernte bereits in Schweden wegen Kältewellen und Starkregen? Sieht denn niemand, wie unglaublich verlogen dieses Gefasel von der Klimaerwärmung ist? – Wir gegen ganz klar in Richtung einer globalen Abkühlung. Und wenn jetzt keine geeigneten Schritte unternommen werden diesem Szenario zu begegnen, werden wir einfach untergehen. Punkt.

Aber Hoffnung, dass sich etwas ändert in der Geisteshaltung, glaube ich nicht. Die Gehirnwäsche von der Klimaerwärmung durch Kohlendioxid hat bereits zu viele faule Früchte getragen, insbesondere in Deutschland. Aber dazu ein anderes Mal. Diese Gesellschaft verhält sich gerade suizidal (was aber nicht unbedingt negativ sein muss – die natürliche Auslese schreitet eben ungerührt voran).

 

 

Südamerika kämpft heute auch schon mit Dürren. Inwiefern sich das Klima positiv oder negativ auswirken wird, kann noch nicht abgeschätzt werden.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article131672222/Mittelamerika-aechzt-unter-einer-schweren-Duerre.html

 

Wie Afrika abschneiden wird, sei dahingestellt. Das chinesische Engagement hatte ich ja schon erwähnt. Hier sind vor allem eine schlechte Infrastruktur, mangelnde Bildung und politische Instabilität als Hemmfaktoren zu nennen. Prognose: für China wird etwas abfallen und für die afrikanische Bevölkerung. Europa wird keine Hilfslieferungen erhalten. Ganz allgemein kann man sagen, dass auf Dauer die Gebiete entlang des Äquators wohl am glimpflichsten davonkommen werden.

 

Russland hat große Flächen, aber vieles davon wird wahrscheinlich aufgrund der Klimaabkühlung unbrauchbar werden. In den nächsten Jahren werden deshalb südlichere Gebiete wie die Ukraine etc. klimatisch besonders begehrt werden.

Russland hat die USA bei der Weizenernte bereits überholt:

https://www.welt.de/wirtschaft/article165269451/Fuer-diesen-Prestigeerfolg-zahlt-Putin-einen-hohen-Preis.html

https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20171102318143675-wunter-weizen-in-russland-gezuechtet/

Momentan profitiert man ebenfalls von einem gnädigen, wohlwollenden Klima. Fragt sich nur, wie lange noch…

 

Historische Dürren

Historische Dürreperioden sorgten immer wieder für Untergang von Zivilisationen. Wir werden keine Ausnahme bilden.

Untergang der Anasazi – durch Dürre verursacht

Ägypten – Fall des ägyptischen Reiches durch Dürre

Maya – Untergang der Maya als Folge von ausbleibendem Niederschlag

Die Induskultur – Klima wurde trockener und kühler

Angkor Wat – Dürre als Ursache für den Untergang?

 

 

Kurzer Ausblick.

Wir werden in den kommenden Jahren starke Verwerfungen in der politischen Landschaft sehen. Vieles davon werden taktische Entscheidungen bezüglich der klimatischen Abkühlung sein, um die Nahrungsmittelversorgung sicherstellen zu können. Genau wie vor 5000 Jahren sind wir auf Gedeih und Verderb unserem Klima unterworfen. Wächst nicht genügend Getreide, gehen wir unter. All unsere technischen Errungenschaften werden uns nicht davor beschützen. Eine große klimatische Flucht können wir aus den nördlichen Gebieten nicht mehr antreten. Die Erde ist voll mit Menschen und politischen Grenzen. Wir leben nicht mehr in der Steinzeit, als man einfach ein paar Kilometer in Richtung Äquator wandern konnte… dort wo noch Gras wuchs und die Tiere wieder Nahrung fanden.

All diese Erkenntnisse sind banal. Sie werden aber nicht erkannt, oder nur von einigen wenigen Menschen. Ich weiß nicht, ob einige Staaten bereits die Zeichen erkannt haben. Ich vermute, dass sie es haben, aber nicht offen aussprechen und als Deckmäntelchen weiterhin die Gefahren der Klimaerwärmung durch Treibhausgase predigen. Oberflächlich wird man von Klimaabkommen und Kohlendioxid-Einsparungen reden. Politisch macht man aber genau das Gegenteil: man kauft Kohlekraftwerke, versucht Einfluss auf Regionen zu nehmen die Öl fördern, und versucht strategische Bündnisse mit Ländern zu schließen, die in klimatisch besseren Zonen liegen.

Einige politische Entscheidungen werden daher von unbedarften Beobachtern als »kurios« oder »seltsam« eingeordnet werden. Aber die Sicherstellung von Nahrungsmitteln und reichlich Energie in Form von fossilen Energieträgern ist zentraler Schwerpunkt vieler Länder, trotz aller Lippenbekenntnisse. Keine kluge Staatsführung wird ihre wahre Absicht in die Welt hinausposaunen, man versucht sich einfach einen Vorteil und Vorsprung zu verschaffen, gegenüber den Ländern, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben.

Es gibt auf dieser Welt vielleicht Staatsmänner und -frauen, denen das Schicksal des eigenen Volkes tatsächlich am Herzen liegt und voraussehend handeln. Nur weil wir hier in Deutschland, in den USA und in vielen europäischen Ländern Regierungen sehen, die permanent gegen das eigene Volk kämpfen, heißt das noch lange nicht, dass es nicht auch andere Regierungen gäbe, die ihre Aufgaben ernst nehmen.

Wir werden sehen.

 

 


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Ein Kommentar

  • Hier gab es noch einen interessanten Artikel über den Zusammenhang zwischen der Temperatur in Grönland und die Niederschlagsmengen in Indien:

    http://www.hindustantimes.com/mumbai-news/greenland-temperatures-may-affect-the-indian-rains/story-a7D1gI6Liqlc4lc6hZnoIN.html

    Die wichtigsten Aussagen:
    – ein kühleres Grönland sorgt für weniger Regenfall in Indien
    – Treibhausgase nicht ursächlich für derartige Klimaveränderungen, sondern natürliche Zyklen

    Wir können also daraus das bereits oben gesagte ableiten, nämlich: dass – im Zuge der klimatischen Abkühlung, verursacht durch eine sich abschwächende Sonnenaktivität – auch das Klima in Indien trockener wird. Dies wird für erhebliche Probleme beim Anbau von Getreide sorgen, zumal die Bevölkerung ungebremst wächst.

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