Extremereignisse im Daltonminimum (um 1790-1830)

Hier gibt es eine Übersicht über die Folgen der Klimaabkühlung im Daltonminimum, welches von ca. 1790 bis 1830 andauerte.

In diese Zeit fallen auch die Koalitionskriege von 1792-1815.
Klimatisch schwierige Zeiten sind immer auch Kriegszeiten gewesen, genauso wie heute.

Klimatische und politische Ereignisse sind immer stark miteinander verwoben. Auf dieser Seite stelle ich eine Übersicht zusammen, die in das Daltonminimum fallen.

 

Winter von 1783/1784

Der härteste Winter Europas im 2. Jahrtausend, ausgelöst durch den Vulkan Laki auf Island. 1784 dann schwere Hochwasser-Ereignisse.

 


1816:

Jahr ohne Sommer 1816

(Bitte durchlesen: Unwetter, Schneefall, Hochwasser, Hungersnot, Elend)

Der Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Vulkanismus wird seit einigen Jahren vermehrt erforscht, und die Indizien weisen auf einen direkten Zusammenhang hin. Siehe auch den Artikel: Vulkanausbrüche in Minimumphasen.

 


1817:

Extrem schneereicher Winter im Allgäu 1817:


 

Der verrückte Montag, 1822

Seltsames, überraschendes Wetterereignis in Norwegen, bei dem ca. 300 Fischer starben.

 


Kartoffelfäule und Hungersnot in Irland.

Zitat daraus: Infolge der Hungersnot starben eine Million Menschen, etwa zwölf Prozent der irischen Bevölkerung. Zwischen 1816 und 1842 gab es 14 Kartoffel-Missernten. Der Dauerregen vernichtete den sandigen luftigen trockenen Boden, den die Kartoffel braucht, um optimal zu gedeihen, schwemmte die Krankheitserreger überall hin und schuf damit den optimalen Rahmen für die nachfolgende Katastrophe. Verschärft wurde der Mangel an Land und Arbeitsplätzen durch eine vorangegangene regelrechte Bevölkerungsexplosion. (Die Parallelen zu heute sind frappant.)
Die Auswirkungen des Daltonminimums waren also noch Jahrzehnte später direkt spürbar.


1839

The Night of The Big Wind

The Night of the Big Wind (Irish: Oíche na Gaoithe Móire) was a powerful European windstorm that swept across Ireland beginning in the afternoon of 6 January 1839, causing severe damage to property and several hundred deaths; 20% to 25% of houses in north Dublin were damaged or destroyed, and 42 ships were wrecked. The storm attained a very low barometric pressure of 918mbars and tracked eastwards to the north of Ireland, with gusts of over 100 knots (185 km/h; 115 mph), before moving across the north of England to continental Europe, where it eventually dissipated. At the time, it was the worst storm to hit Ireland for 300 years.


 

Diesen Beitrag teilen: