Die wichtigen Dinge zuerst!

Falls es zu einer neuen klimatischen Kaltphase kommen sollte, muss es nicht gleich zum Kollaps der gesamten Zivilisation kommen. Alles kann, nichts muss.

Da wir aller Voraussicht nach noch einige Jahre Vorbereitungen treffen können, sollte man sich mit den nahe liegenden Problematiken auseinandersetzen.

In einem großen solaren Minimum könnte es wieder zu eisigen Wintermonaten, zu heißen, trockenen Sommern und zu vermehrten Unwetterlagen kommen. Während heute die gesamte Medienlandschaft die menschengemachte Klimaerwärmung durch Treibhausgase herunterbetet, könnte genau das Gegenteil im nächsten Winter eintreten… also, rechnet mit dem Unmöglichen!

Macht euch winterfest!

Und zwar so, wie ihr es bisher nicht getan habt, falls ihr nur die normalen mitteleuropäischen Winter der letzten 50 Jahre erlebt habt:

 

Heizmaterial einlagern.
Holz, Kohlebriketts, Gasflaschen, Vorrat an Holzpellets. Je nachdem, was ihr habt, und dann verdoppelt diese Menge im Vergleich zu normalen Jahren. Eine völlig von Strom unabhängige Koch- und Heizquelle ist ein Muss! Ihr dürft weder auf die Biogasanlage mit Fernwärme vertrauen, noch darauf, dass die Baumärkte jederzeit genügend Briketts vorrätig haben. Wenn alles ausverkauft ist, ist es ausverkauft. Oder nur zu exorbitanten Preisen zu bekommen. Strom könnte längere Zeit ausfallen, Stromheizungen und mit strombetriebene Umwälzpumpen usw. könnten also witzlos werden (Stromgenerator diesbezüglich bereithalten). Vergesst so Pseduoprepper-Unsinn wie Teelichtöfen, das ist Bullshit und saugefährlich!

 

Treibstoff einlagern.
Gerade ländliche Gegenden könnten Probleme bekommen, bei starken Wintern mit viel Schneefall. Tankstellen und Geldautomaten funktionieren bei einem Stromausfall nicht. Sorgt mit allem vor, für mindestens vier Wochen. Diesen Vorrat kann man bei Sparsamkeit noch auf acht Wochen strecken.

 

Achtet auf Brandschutz!
In Wintermonaten kommt es durch den Umgang mit Feuer und Heizquellen wie Kerzen, Heizdecken, Heizlüfter, Küchenholzherden etc. vermehrt zu Bränden. Dass ihr ein paar Feuerlöscher und Löschdecken daheim habt um schnell eingreifen zu können, setze ich jetzt als gegeben voraus. Ebenso sind natürlich Rauchmelder Pflicht.
Denkt weiter: was ist mit dem Hydranten, -30°C und einem Meter Schnee auf den Straßen? Es gibt natürlich Auftaugeräte für Hydranten, aber das alles kostet Zeit. Bis dahin ist euer Haus schon ein Opfer der Flammen. Auf dem Land sind Hydranten gerne unter einem Eisendeckel einen Meter unter der Erde. Die haben den Vorteil, dass sie nicht zufrieren. Aber haltet diese Hydrantenabdeckungen und den Zugang auf jeden Fall eis- und schneefrei! Am besten vor Schneefall ein großes Brett drauflegen, dann freischaufeln und den Deckelrand eisfrei machen, wenn möglich. Ihr hab ein riesiges Problem, wenn die Feuerwehr vor eurem Haus steht, und die Hydrantenabdeckung nicht schnell genug aufgeht! Mit Oberflächenwasser pumpen ist dann nichts mehr, im sibirischen Winter!
Zudem können Feuerwehrschläuche platzen und dergleichen. Seid super vorsichtig in solchen Zeiten!

Achtet auf euren Dachstuhl: Solare Minimumzeiten gehen mit stärkerer Gewitterneigung einher. Es gibt mehr Gewitter und stärkere Gewitter. Die Atmosphäre ist dann elektrisch stark aufgeladen. Stellt eine Leiter auf den Speicher und einen langen Wasserschlauch, damit ihr sofort mit Brandbekämpfung anfangen könnt. Dies gilt insbesondere für exponierte Häuser und Bauernhäuser mit Holzgebälk etc. Räumt den Speicher auf, haltet Zugänge jederzeit frei, schmeißt unnützen Kram raus. Je leerer, desto besser! Alles muss griffbereit liegen.

Ihr müsst euch selbst helfen können, wenn Strom- und Telefon nicht gehen!

 

Nahrungsmittel.

Im großen solaren Minimum muss es nicht zwangsläufig immer zu Missernten kommen. Es kann auch gute Jahre geben. In diesen Jahren muss vorgesorgt und eingelagert werden, dann der nächste Sommer könnte ausfallen. Und dann habt ihr ein Problem: entweder sind landwirtschaftliche Produkte extrem teuer, oder es gibt einfach keine. In der Geschichte der großen solaren Minima waren die Winter oft herbe kalt, die Sommer aber heiß und trocken. Oder die Ernte ist wegen nasskalter Witterung zum großen Teil verrottet. Alles ist möglich, es werden sehr unsichere Zeiten kommen, was das angeht.

 

Gartenbau.
Falls ihr Gewächshäuser habt, denkt auf jeden Fall an gute Hagelschutznetze. Baut unterschiedliches Gemüse an, je unterschiedlicher, desto besser. Klimatisch können einige Pflanzen eingehen, während andere mit nasskaltem Wetter weniger Probleme haben. Schädlinge können sich nur auf eine Kulturpflanze beziehen. Wer also nur auf Kartoffeln als Hauptenergielieferant setzt, hat bei Hagel und nachfolgendem Kartoffellkäferbefall ein Problem. Diversifiziert euren Anbau. Pflanzt Topinambur, an Stellen, die ihr sonst nicht nutzt. Die Knollen halten bis -30°C im Boden aus, das Kraut ist bis -5°C frostfest (Frühjahrsfröste). Startet die Experimente JETZT, in ein paar Jahren habt ihr keine Zeit mehr für Testreihen und ihr bekommt vielleicht kein Saatgut.

Wasserversorgung. 

Für den Garten: stellt genügend alte Wannen oder Behälter bereit. Und Handpumpen. Falls es zu Dürreperioden kommt, müsst ihr vorher genügend Wasservorräte anlegen. Nicht jeder kann eine Zisterne in der Erde anlegen.

Im Winter in Haus und Scheune: Leitungen und Wasseruhren frostfest machen. Heizkabel verlegen oder Lampen installieren. Leitungen jetzt schon isolieren.

 

Wer in Hochwassergebieten lebt, sollte mit Pumpen, Schaufeln, Schiebern, Sand und Sandsäcken usw. ausgestattet sein. Auch bisher unbeachtete, kleine Dorfbäche können bei Starkregen schnell anschwellen, wie wir alle in den letzten Jahren beobachten konnten. Diese Ereignisse werden extrem zunehmen, ein Gewitter mit Starkregen reicht völlig aus. Pumpen sind dann autark mit Stromgeneratoren zu betreiben, falls es zu Stromausfall kommt. Räumt Keller und Garagen auf, weg mit Plunder, der dann Probleme macht. Baut euch passende Schalbretter usw., die vor Türen und Fenster passen, und legt ausreichend dicke Folie bereit. Das kann helfen, viele tausend Euro Schaden abzuwenden. Unverhofft kommt oft!
Rechnet auch damit, wenn ihr unterhalb eines Hanges wohnt!

 

Alles sturmfest machen.

Bäume in Hausnähe beachten, nichts ums Haus stehen lassen (Beschädigungen durch herabfallende Dachziegel), loses Material befestigen oder verräumen. Eigentlich alles banale Sachen, aber man sieht immer, dass es genau diese vergessenen Banalitäten sind, die den größten Schaden verursachen.

 

Hagelschutz

Häuser mit Fensterläden ausstatten, wenn möglich. Hilft gegen mechanische Einwirkungen wie herumfliegende Gegenstände oder Extremhagel. Ihr könnt auch prophylaktisch ein paar OSB-Platten zuschneiden, und improvisierte Fensterabdeckungen basteln, die ihr dann nur einhängen müsst. Kunststoffrollläden nicht herunterlassen: die gehen eher kaputt, als das Fenster. Wird das Fensterglas durchschlagen, dann kann man als letzte Maßnahme noch die Rollläden herunterlassen. Achtet auf Dachfenster, die sind besonders gefährdet!

 

Sonstiges:

Wenn ihr weit draußen wohnt: gute Schneeschaufeln, Streusalz, Split, Schneefräse (Benzinbetrieb) bereithalten.

 


 

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