Nachrichten 27.08.2017

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Hinweisen möchte ich heute auf die Sendung »Landwirtschaft und Umwelt« von B5-Aktuell. Thematisiert wurden die Schäden in der Landwirtschaft.

Den Podcast auf den ich mich unten beziehe, könnt ihr hier anhören, Dauer der gesamten Sendung 22 Minuten: Aus Landwirtschaft und Umwelt, 27.08.17

 

 

1. Über 2 Millionen Kubikmeter Holz zerstört. An einem Sturmwochende wurde die Arbeit von mehreren Jahrzehnten zerstört. Etwa 10 Millionen Euro Schaden sollen entstanden sein. Dies war nur ein kleines lokales Ereignis. Im Zuge der kommenden Kaltphase werden wir solche Ereignisse jedoch vermehrt sehen. Wieviele Fördertöpfe und wieviele Milliarden Euro Hilfsgelder möchte die Politik eigentlich dann verteilen? – Das was wir jetzt sehen, sind nur die kleinen Vorboten eines größeren Geschehens. Ein laues Lüftchen vor dem kommenden Sturm. Siehe auch: Brunner verspricht Hilfe.

2. Schlechte Obst- und Getreideernte. Bereits 2016 war ein durchwachsenes Getreidejahr. Obwohl immer noch genügend geerntet wird, dass wir nicht verhungern werden, ist dies ein Warnzeichen. Es ist das zweite Jahr in Folge mit Wetterkapriolen. Viele Berichte aus der Vergangenheit zeigten, dass sich Hungersnöte und Missernten genau so entwickelt haben: nicht von heute auf morgen, sondern das war erkennbar. Warten wir es ab, wie die nächsten Jahre werden.

3. Apfelernte – die kleinste Ernte seit 1991. Durch den starken Frost Ende April (teilweise mit starkem Schneefall) sind die Blüten erfroren. Besonders die Obstbauern am Bodensee rechnen mit herben Ernteeinbußen. Hier bei uns ist der Ernte-Rückgang bei den Streuobstwiesen bei Äpfeln und Birnen um die 70-80%. Die optischen Mängel bei Verkaufsäpfeln werden das geringste Problem sein. In zehn Jahren sind wir wahrscheinlich froh, wenn es überhaupt noch Apfelernten geben wird. Nasser Schnee hat bei uns im April außerdem zu starkem Astbruch geführt. Hätte ich nicht die Bäume mit einer Stange vom Schnee befreit, wäre noch viel mehr Schaden entstanden. Zwei Bäume sind ganz umgeknickt. Hier sieht man, dass zwei bis drei extreme Wetterkapriolen ausreichen, um den Obstbaumbestand erheblich zu verringern. Auf solche Ereignisse müsst ihr euch bitte einstellen und Maßnahmen ergreifen. Spalierobst ist z.B. eine Möglichkeit.

In  o.g. Podcast wurde auch die Züchtung von neuen Sorten von Herr Rukwied angesprochen. Natürlich will er Sorten auf Klimaextreme züchten. Aber nicht im Hinblick auf Kälte, sondern Sorten »die hitzetoleranter sind und resistenter«. Klimaerwärmung und so. No comment…

Zudem nützt das züchten neuer Sorten bspw. von Äpfeln wenig – das dauert zu lange, das hätte man vor 50 Jahren machen sollen. Rein mechanisch durch Unwetterereignisse können sich Bestände alter Bäume stark verringern. Bis neue Sorten gezüchtet, erprobt, angepflanzt und Früchte tragen, dauert das 10-20 Jahre.

Und Katrin Göring-Eckardt von den Grünen musste – laut obigen Beitrag – gleich auch wieder unqualifizierte Kommentare ablassen: die Landwirtschaft solle klimafreundlicher werden. Die derzeitige Landwirtschaft heize die Klimakrise zusätzlich an. Okay, Frau Göring-Eckardt, wir haben verstanden: Die Bauern sind selber schuld, wenn das Wetter verrückt spielt, und die Ernte auf den Feldern im Regen verfault. Wollten Sie uns das vermitteln? Wie lange möchten Sie uns noch die Kohlendioxid-Märchen erzählen?

Wie ich bereits an anderer Stelle kommentierte: Niemand aus der Politik hat auch nur eine leiseste Vorstellung davon, was uns in den kommenden Jahren ins Haus steht. Die sind allesamt ideologisch verseucht. Von dieser Seite aus können wir keine Weitsicht und Hilfe erwarten.

Wir müssen die Dinge selbst in die Hand nehmen, und zwar heute!

 

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